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68. Wissenschaftlicher Kongress von BVÖGD und BZÖG, 26. – 28. April 2018 in Osnabrück

Der Öffentliche Gesundheitsdienst – jetzt erst recht!

Das Leitthema des diesjährigen, 68. Wissenschaftlichen Kongresses des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdiensts (BVÖGD) signalisiert Tat- und Willenskraft und in gewisser Weise auch eine Aufbruchsstimmung. „Jetzt erst recht“, so Dr. med. Ute Teichert, Vorsitzende des BVÖGD, in ihrer Begrüßungsrede an die rund 800 Kongressbesucher, bedeute auch „trotz Widerstand, widriger Umstände oder Rückschlägen kämpferisch nach vorne blicken“. Der massive Fachkräftemangel im öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) ist ein schon seit vielen Jahren bekanntes Problem. Die Forderungen nach einer angemessenen Bezahlung der ÖGD-Ärzte nach den Tarifabschlüssen des Marburger Bundes als eine der Maßnahmen gegen den Nachwuchsmangel im ÖGD werden nicht leiser: Im Gegenteil, in Osnabrück sorgte eine Protestkundgebung mehrerer hundert Ärztinnen und Ärzte für erneute Aufmerksamkeit auf die prekäre Arbeitssituation vieler Gesundheitsämter. In den letzten 18 Jahren ging die Zahl der berufstätigen Ärztinnen und Ärzte im ÖGD um rund ein Drittel zurück. Über 200 Facharztstellen sind unbesetzt.

Foto: Verleihung der Johann-Peter-Frank-Medaille für besondere Verdienste um das öffentliche Gesundheitswesen an Dr. Johannes Donhauser (Foto Mitte) durch Dr. Ute Teichert und Dr. Thomas Menn.

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Konferenz der Infection Prevention Society, Manchester, England, 18. – 20.09.2017

Bild: Thinkstock

10 Jahre IPS – Jubiläumskonferenz mit vielfältigem Programm

Im Jubiläumsjahr der britischen Infection Prevention Society fand der jährliche Kongress in Manchester statt. Die Teilnehmer hatten die Wahl zwischen verschiedenen Themenblöcken, jeweils passend zu ihrem beruflichen Hintergrund und Wissensstand. So gab es spezielle Sitzungen zu Themen der häuslichen Pflege und für Mitarbeiter aus dem zahnärztlichen Bereich, und wie immer auch Vorträge für „Neulinge“ unter dem Titel „New to Infection Prevention“.

Gesundheitserziehung und Verhaltensänderung
„Warum ist es so schwierig, Leute dazu zu bekommen grundlegende Hygienemaßnahmen zu befolgen?!“ Diese Frage stellte Prof. Michael A. Borg aus Malta und sprach über die Schwierigkeit, Verhaltensänderungen zu bewirken. Trotz einer Fülle von evidenzbasierten Richtlinien und Literatur bleibt die Umsetzung der korrekten Hygienemaßnahmen und deren Kontrolle in Gesundheitseinrichtungen eine Herausforderung.
So bleiben Versuche, Maßnahmen zu implementieren, häufig suboptimal oder schlagen gar ganz fehl. Die Änderung – besonders seit langem eingeschliffener Verhaltensweisen – ist schwierig. Aus der Industrie gibt es positive Beispiele, wie man Verhaltensänderungen implementieren kann. Mögliche Wege der Anwendung für effektive Hygiene-Strategien könnten daraus abgeleitet werden.
Um Gesundheitserziehung ging es bei Charlotte Eley. Das Programm e-bug des britischen Öffentlichen Gesundheitsdienstes dient zur Informationsvermittlung über Antibiotika, Infektionen und Hygiene (hauptsächlich für Kinder). 80% aller Antibiotika werden außerhalb des Krankenhauses verschrieben, und davon sind ca. 50% unnötig. Diese sowie weitere Fakten zu Hygiene und persönlicher Gesundheitsvorsorge (Hände- und Lebensmittelhygiene, mikrobiologische Grundkenntnisse etc.) wurden in einem 6-wöchigen Kurs zusammengefasst und dessen Wirksamkeit mit Hilfe von Fragebogen und Wissensprüfungen vorher und nachher geprüft. Teilnehmer der Pilotkurse waren junge Mütter und Erwachsene mit Lernschwierigkeiten. Die Ergebnisse zeigten eine Verbesserung des Wissens der Teilnehmer, besonders über Mikroorganismen und Antibiotika. Auch Verhaltensänderungen (z.B. häufigeres Händewaschen und Zähneputzen) waren festzustellen. Der Kurs, der zum Gratis- Download auf der Website www.e-Bug.eu/ beat-the-bugs zur Verfügung steht, ist offenbar geeignet, um Bewusstsein und Wissen im Hinblick auf hygienische Fragen in der Öffentlichkeit zu verbessern.

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Leipziger Krankenhaushygienetage 2017 am 13. und 14. September 2017

Aus der Praxis, für die Praxis

Zum dritten Mal fanden in diesem Jahr die Leipziger Krankenhaushygienetage im großen Hörsaal der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig statt. Mehr als 400 Teilnehmer kamen zusammen, um gemäß dem Motto „Aus der Praxis, für die Praxis“ viele Anregungen, Impulse und wertvolle Informationen für die tägliche Arbeit in der Hygiene mitzunehmen. Neben zahlreichen Vorträgen wurden wie im letzten Jahr wieder Workshops angeboten.
Frau Prof. Dr. Iris Chaberny, seit 2014 Direktorin und Mitgründerin des Instituts für Hygiene/Krankenhaushygiene in Leipzig sowie Organisatorin der Krankenhaushygienetage, moderierte die Veranstaltung zusammen mit ihrer ehemaligen Studienkollegin Frau Dr. Doris Weitzel-Kage von den Alexianer St. Hedwig Kliniken Berlin GmbH, Berlin.
Der Medizinische Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig, Herr Prof. Dr. Wolfgang E. Fleig, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Teilnehmer: „Lernen Sie viel, tauschen Sie sich aus. Wir haben alle die gleichen Probleme“. Der Fall Tübingen, wo aufgrund eines Ausbruchs in der Neonatologie Anfang September ein Aufnahmestopp verhängt werden musste, könne jede Klinik treffen.

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Weltkongress der Sterilgutaufbereitung in Bonn

Vom 4. – 7. Oktober fand in Bonn der Weltkongress der Sterilgutaufbereitung statt, gemeinschaftlich organisiert von DGSV und dem Weltverband WFHSS. Falls Sie diese ideale Gelegenheit zur Weiterbildung und zum Erfahrungsaustausch mit internationalen Kollegen nicht wahrnehmen können, lesen Sie in der Ausgabe 6 der Zentralsterilisation unseren ausführlichen Kongressbericht. Erscheinungstermin ist der 12.12.2017. Den Abstractband zum Kongress erhalten Sie kostenlos als PDF, wenn Sie sich für hier unseren Steri-World Newsletter anmelden. Weitere Informationen und das Programm finden Sie auch unter www.wfhssbonn2017.com

16. Forum für Hygiene und Infektiologie des MVZ Labor Dr. Limbach am 28. Juni 2017, Mannheim

Bild: 16. Forum für Hygiene und Infektiologie des MVZ Labor Dr. Limbach am 28. Juni 2017, Mannheim

Organe und ihre Erkrankungen

In diesem Jahr standen verschiedene Organsysteme im Vordergrund. „Bakterien sind, wie wir heute wissen, nicht nur zufällige Begleiter, sie können Organerkrankungen auslösen“, führte Frau Prof. Wendt in die Thematik ein. So befassten sich die Vorträge mit durch Infektionserreger ausgelösten Erkrankungen der Organe Lunge, Herz-Kreislaufsystem und Darm. Jedem dieser Organe war ein Themenblock gewidmet, zu dem je drei Experten referierten. Auch das Mikrobiom wurde vorgestellt als eigenständiges „neues Organ“, das ebenfalls erkranken kann.

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Gesundheit für alle

Foto: Thinkstock

Kongress für öffentliche Gesundheit, 03. bis 05. Mai 2017, München

Das Motto des diesjährigen Kongresses für öffentliche Gesundheit ist mehr als nur ein netter oder gut gemeinter Slogan. Dahinter steckt ein erklärtes Ziel und gleichzeitig eine Forderung, die ihre Wurzeln in der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat: „Gesundheit für alle“ bedeutet ein holistisches Gesundheitskonzept und ein Grundrecht für alle Menschen, für das auch politisch von allen Ländern dieser Erde Verantwortung übernommen werden muss.

Hier können Sie den gesamten Artikel als PDF herunterladen.

  

3. Kasseler Wundsymposium – Plattform für interdisziplinären Austausch

3. Kasseler Wundsymposium – Plattform für interdisziplinären Austausch
Autorin: Tanja Lamm, Kassel

Mit 280 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Deutschland war das 3. Kasseler Wundsymposium am 7. Juni 2017 im Klinikum Kassel die größte Veranstaltung im Bereich Wunde in Nordhessen. Organisiert von der Klinik für Plastischrekonstruktive, Ästhetische und Handchirurgie und Tanja Lamm (pflegerische Leitung des Wundkompetenzzentrums am Klinikum Kassel) referierten Ärzte und Wundexperten aus ganz Deutschland bei der Fachveranstaltung mit dem Motto „Der Wunde auf der Spur“. Dieses Jahr lag unter anderem ein Schwerpunkt, auf dem Bereich Rechtsmedizin und Kriminalistik. Hier wurde das gegenwärtige Problem „Gewalt in der Pflege“ näher beleuchtet und auf Erkennungsmerkmale, speziell im Wundbereich hingewiesen. Darüber hinaus gab es eine Session zum Thema „Wundinfektion“ im klinischen und im ambulanten Bereich, sowie die neuesten Therapiekonzepte und Behandlungsstrategien vorgestellt. Eine große Industrieausstellung mit mehr als 15 Ausstellern und einem „Hands On Praxisworkshop“ rundete die Veranstaltung ab. Das Kasseler Wundsymposium ist nach nun dreijähriger Veranstaltung als Plattform zum interdisziplinären Austausch zwischen Wundexperten und Fachpflegekräften etabliert, um neueste Forschungserkenntnisse zu erörtern und die Versorgung chronischer Wunden weiter zu professionalisieren.

6. Ulmer Wundtag des Häussler-Forums in Neu-Ulm

Bild: http://www.haeussler-ulm.de/

„Brennpunkt Wunde – Vision oder Mission“, lautete das diesjährige Thema mit dem sich über 300 Fachleute aus dem regionalen Gesundheitswesen am Mittwoch, den 21. Juni einen Tag lang beschäftigten. Neun qualifizierte Fachreferenten waren mit ihnen im Dialog, transportierten Fachwissen, diskutierten und zeigten neue Trends auf.

Lesen Sie hier den Kongressbericht von Roland Schütter aus der Ausgabe 04/2017 Wundmanagement.

 

 

12. Ulmer Symposium Krankenhausinfektionen

Maritim Congress Centrum Ulm
Foto: Conventus

Epidemiologie, Hygienemaßnahmen, Antibiotikaprophylaxe

Die Veranstaltung wartete wie gewohnt mit einem attraktiven Programm auf, mit dem sich die ca. 1400 Besucher praxisnah und wissenschaftlich fundiert über aktuelle und relevante Themen der Bereiche Hygiene, Mikrobiologie und Infektiologie informieren konnten.

Hier finden Sie unseren Kongressbericht zum kostenlosen Download. 

  

Deutscher Wundkongress & Bremer Pflegekongress

Wir waren von 10.-12. Mai 2017 in Bremen auf dem Deutschen Wundkongress & Bremer Pflegekongress.

In unseren Kongressbegleitern können Sie alle Themen und Termine nachlesen. 

Sie finden die Kongressbegleiter hier...

Archiv

Kongressberichte Zentralsterilisation

Ausgabe 5/2015